Diät in der Schwangerschaft – Risiken, Tipps und Infos

Eine Diät in der Schwangerschaft – Tipps, Risiken und wichtige Infos zum Abnehmen während man schwanger ist. Das sollten Sie wissen! Jetzt nachlesen und informieren!

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Schwangere Frau mit Baby-Bauch

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Sie sind schwanger und leiden an massivem Übergewicht? Eine Diät während der Schwangerschaft kann bei extremen Übergewicht notwendig sein. Sollten Sie während der Schwangerschaft Ihr Gewicht reduzieren wollen, ist die Begleitung durch einen Arzt jedoch immer sinnvoll. In der Zeit der Schwangerschaft muss für das Wohl von Mutter und Kind optimal gesorgt sein.

Sie sind an einer Reduktionskost und Crash Diät interessiert, jedoch liegt Ihr Gewicht nicht in einem extrem hohen Bereich? Bitte verzichten Sie auf ungesundes Fasten während Ihrer Schwangerschaft. Mehr denn je muss die werdende Mutter auf eine gesunde, ausgewogene Ernährung achten, wo das ungeborene Kind und sie selbst bestens mit allen notwendigen Nährstoffen versorgt ist.

Wie kann eine gesunde Ernährungsform in der Schwangerschaft aussehen?

  • In den ersten vier Monaten der Schwangerschaft ist keine zusätzliche Kalorienzufuhr notwendig.
  • Ab dem fünften Monat sollten Sie ca. 255 Kalorien pro Tag zusätzlich, in Form von gesunden Nahrungsmitteln, zu sich nehmen.
  • Eisenhaltige Lebensmittel wie Rinderleber und Folsäure, die in Form von Fisch lecker aufgenommen wird, unterstützen eine ausgewogene Kost. Diese hat nichts mit unnötiger Kalorienzufuhr zu tun.
Tipp: Hören Sie auf zu essen, wenn Sie satt sind. Während Sie bestimmten Heißhunger Attacken auf Essiggurken oder delikaten Salzheringen durchaus einmal nachgeben dürfen, ist die dicke Sahnebombe in Form einer Torte sicher nicht gut für Sie und Ihr Kind. Gesunde Ernährung schützt auch Sie vor unerwünschter Gewichtszunahme. Nach der Schwangerschaft fit und nicht außer Form zu sein, begünstigt eine sinnvolle Kalorienzufuhr, die Ihnen und Ihrem Ungeborenen keinesfalls schadet.

Diät in der Schwangerschaft

Gemüse und Nudeln
Gemüse und Nudeln (Quelle: pixabay.com)

Wie erwähnt, sollten Sie einen Diätplan unbedingt mit Ihrem Arzt absprechen, der Sie in der Schwangerschaft betreut. Sie tragen als werdende Mutter die Verantwortung für Ihr Kind. Durch eine unbedachte Diät kann es zum Mangel an Folsäure und Eisen kommen. Andere wichtige Mineralstoffe und Vitamine dürfen ebenso keinesfalls fehlen.

Die Gewichtszunahme in der Schwangerschaft ist unumgänglich. Sie signalisiert das gesunde Wachstum Ihres Babys. Eine Gewichtszunahme von 13 bis 18 Kilogramm während der Schwangerschaft gilt als absolut im Normbereich liegend. Keine Angst: Bei gesunder, guter Ernährung verschwinden die Rundungen, die auch durch Wassereinlagerungen bedingt sind, schnell wieder.

Welche Ernährungsform eignet sich während der Schwangerschaft?

  • Trinken Sie ausreichend. Wasser, Fruchtsäfte, Tee und Milchprodukte sind erlaubt. Auf Alkohol und Coffein sollten Sie verzichten. Macht es nicht Spaß, die Kalorien, die Sie sich durch Alkoholzufuhr ersparen, in gesunde Mahlzeiten zu investieren?
  • Ballaststoffhaltige Kohlenhydrate: Vollkornprodukte, Kornbrot oder leckere Pasta mit gesunden Gemüsesaucen eignen sich, um sich ausgewogen mit Kohlenhydraten zu versorgen.
  • Gemüse ist Trumpf: Rote Beete strotzt vor Eisen, gesunde Gemüsesorten gibt es saisonal günstig in jedem Supermarkt. Gekochtes Gemüse schont den Magen, gerade am Abend ist dies für die werdende Mutter sinnvoll.
  • Obst als Vitaminbombe: Wer liebt nicht im Sommer den leckeren Erdbeerbecher oder die frische Ananas? Obst ist erlaubt, wann immer Sie Lust darauf haben. Allerdings sollten Sie die Schale stets entfernen bzw. das Obst vor dem Verzehr sehr gut waschen.
  • Eiweiß in Maßen: Eiweiß in Form von mageren Milchprodukten, Fleisch oder Fisch (keinesfalls roh verzehren) ist absolut in Ordnung. Die kross angebratene Hähnchenbrust schmeckt nicht nur lecker zum Salat, es muss einfach nicht die große Fleischportion täglich sein, die Sie und Ihr Kind brauchen.
  • Fett und Zucker sparsam verwenden. Fettarme Ernährung ist das A und O in der Schwangerschaft. Außerdem ist es sinnvoll, achtsam mit Fett und Zucker umzugehen. Warum? So breitet sich dauerhaft eine gesunde Ernährungsform im Alltag aus, die ganz ohne Diät auskommt.

Mit diesen einfachen Tipps sorgen Sie für sich und Ihr Kind. Sie werden, ganz ohne Diät, so sicher keine unerwünschten Kilos behalten. Wetten, dass Ihr ungeborenes Kind dennoch glücklich mit dieser Ernährungsform ist?

Warum dauerhaft gute Ernährung während und nach der Schwangerschaft sinnvoll ist!

Salat - Salatschüssel
Salat (Quelle: pixabay.com)

Mit einer dauerhaft gesunden und vollwertigen Ernährungsumstellung vor der Geburt sorgt die werdende Mutter für ihr Wohlbefinden. Ausreichende Vitamin- und Mineralstoffzufuhr, oder sogar die Begleitung einer professionellen Ernährungsberatung, sorgen für nicht nur für das körperliche, sondern auch für das seelische Gleichgewicht.

Während der Schwangerschaft ist die Zunahme an Gewicht vor allem in der zweiten Schwangerschaftshälfte völlig normal. Sprechen Sie alles, was Sie an Ernährungsumstellung wagen, mit Ihrem Arzt ab.

Eine gesunde Diät in der Schwangerschaft unterstützt eine gesunde Lebensweise. Damit können Mutter und Kind fit und vital durchs Leben schreiten. Bedeutet es nicht ein schönes Gefühl, wenn Sie auf Alkohol, Nikotin, Coffein und übermäßigen Süßigkeitenkonsum verzichten? Wir essen im Alltag viel zu oft aus Frust – und schaden uns dabei selbst.

Die Schwangerschaft bietet die perfekte Chance für jede werdende Mutter, auch nach der Geburt eine gesunde Lebensweise fort zu führen. Naschen in Maßen ist hierbei erlaubt, wie natürlich auch in der Schwangerschaft.

Wenn Sie fit sind, wenn der lang ersehnte Nachwuchs endlich sein Licht der Welt erblickt, haben Sie alle Energie, die Sie für die Stillzeit benötigen.

Gesundheitlichen Risiken vorbeugen durch eine gute Ernährung:

Egal, ob Sie durch Übergewicht an Rückenschmerzen leiden, oder jede körperliche Aktivität wie Treppen steigen zur Erschwernis wird: Übergewicht fördert gesundheitliche Probleme und Herz- und Kreislaufbeschwerden.

Gerade die Schwangerschaft bietet die beste Chance, auf sich und seinen Körper zu achten. Sie möchten sicher mit Ihrem Kleinkind lange Spaziergänge unternehmen und später mit Ihrem Schatz im Garten herumtollen, ohne schnell aus der Puste zu geraten, oder?

Als Mutter sind Sie stets Vorbild für Ihr Kind. Wenn Sie sinnlos naschen, verlangt Ihr Kind sicher auch oft nach Süßigkeiten. Trinken Sie Cola, fordert dies ihr Kind ebenso. Übergewichtige Kinder, die viel Zucker konsumieren oder an Übergewicht leiden, sind nicht leistungsfähig und können gemobbt werden. Möchten Sie dies nicht auf Dauer vermeiden, indem Sie sich Ihrer Vorbildfunktion bewusst sind?

Diätplan für Schwangere

Während der Schwangerschaft werden die Weichen für ein neues Leben gestellt. Eine ausgewogene Ernährung ist deshalb wichtig. Sie wirkt sich nicht nur positiv auf das Wohlbefinden der Mutter aus, sondern sorgt auch für eine optimale Entwicklung des Kindes.

Wie funktioniert der Diätplan für Schwangere?

Wenn Sie schwanger sind, ist eine abwechslungsreiche und nährstoffreiche Ernährung wichtig. Ihre täglichen Mahlzeiten sollten deshalb alle vier Lebensmittelgruppen enthalten: Obst und Gemüse, Lebensmittel mit Kohlehydraten wie Brot oder Kartoffeln, außerdem proteinreiche Lebensmittel – wie Fisch, Fleisch, Hülsenfrüchte oder Eier – und Milchprodukte.

Die Regel „Iss für zwei“ gilt nicht: Ihr Körper arbeitet während der Schwangerschaft besonders effizient und gewinnt mehr Energie aus der Nahrung. Es ist in den ersten sechs Monaten der Schwangerschaft also nicht nötig, mehr zu essen. Erst in den drei letzten Monaten steigt Ihr Energiebedarf um etwa 250 kcal pro Tag. Das entspricht beispielsweise einem Brot mit Käse.

Generell gilt für Schwangere: je gesünder, desto besser. Und: Essen Sie dann, wenn Sie Hunger haben.

Was sollten Schwangere bei ihrer Ernährung beachten?

Essen Sie während der Schwangerschaft regelmäßig, fünf Mahlzeiten am Tag – reichlich Gemüse und Obst. Auch Getreideprodukte oder Kartoffeln sollten zu jeder Hauptmahlzeit auf den Tisch kommen. Achten Sie dabei darauf, Vollkornprodukte zu verwenden und Kartoffeln oder Pasta möglichst fettarm zuzubereiten.

Auch Milch und Milchprodukte wie Joghurt oder Käse gehören regelmäßig auf den Tisch, sollten aber mäßig (drei Portionen wie eine Käsescheibe oder ein kleiner Joghurt am Tag) gegessen werden. Dabei sollten Sie fettarme Milchprodukte bevorzugen.

Auch – möglichst mageres – Fleisch und Wurst gehören zwei bis drei Mal in der Woche auf den Teller. Und achten Sie darauf, dass Fisch auf Ihrem Speiseplan steht: Vor allem Meeresfisch, gerne fettreich Arten wie Hering, Makrele oder Lachs. Aber Achtung: Fisch und Fleisch müssen gut gebraten oder gegart werden, keinesfalls dürfen sie noch halb roh sein, wenn sie auf den Teller kommen.

Setzen Sie Öle und Fette sparsam ein und gönnen Sie sich möglichst nur gelegentlich Süßigkeiten oder andere Snacks. Trinken Sie viel, möglichst kalorienfreie oder –arme Getränke wie Wasser, ungesüßte Kräutertees oder stark verdünnte Fruchtsäfte.

Eine Diät mit dem Ziel abzunehmen, sollten Sie während der Schwangerschaft auf jeden Fall vermeiden. Eine Gewichtszunahme von zehn bis 15 Kilogramm ist während der Schwangerschaft vollkommen normal.

Erlaubte und verbotene Lebensmittel

Für Schwangere ist es wichtig, die Nährstoffe Folsäure, Jod und Eisen im Blick zu behalten. Denn hiervon benötigen sie sehr viel mehr.

Folsäure und Jod

Folsäure steckt in Salat, Kohlsorten, Spinat, Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten und Obst. Jod findet sich in Milch und Milchprodukte, außerdem in Meeresfischen wie Seelachs oder Hering. Daher sollte zwei Mal pro Woche Fisch (nicht roh) auf dem Speiseplan stehen. Denn dieser enthält neben Jod auch noch die wichtige Omega-3-Fettsäure.

Eisen

Als beste Eisenquelle gilt Fleisch. Aber auch Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Spinat liefern reichlich Eisen. In Kombination mit Orangensaft oder Paprika, die viel Vitamin C enthalten, wird der Nährstoff gut vom Körper aufgenommen.

Während der höhere Eisenbedarf gut über die Ernährung abgedeckt werden kann, wird bei Jod und Folsäure eine zusätzliche Aufnahme als Tablette empfohlen (pro Tag mindestens 400 µg Folsäure/Folat und 100 µg Jodid laut der Deutschen Gesellschaft für Ernährung).

Rohe tierische Lebensmittel

Rohe tierische Lebensmittel sind während der Schwangerschaft tabu: Sie können Infektionen wie Toxoplasmose und Listeriose auslösen, die auf das ungeborene Kind übergehen und zu schweren Erkrankungen führen können. Verzichten Sie auf rohes oder nicht durchgebratenes Fleisch, Rohwurst wie beispielsweise Salami, rohen Fisch und Meeresfrüchte, Rohmilch, rohe Eier sowie daraus hergestellte, nicht ausreichend erhitzte Speisen und Produkte. Auch Weichkäse und Räucherfisch sollten Sie meiden. Achten Sie darauf, dass Salat und Gemüse gut abgewaschen werden.

Alkohol

Dass Schwangere keinen Alkohol trinken sollten, ist allgemein bekannt – und soll nur noch zur Sicherheit erwähnt werden. Auch koffeinhaltige Getränke sind nur in moderaten Mengen zu genießen: Am besten, Sie steigen ganz auf andere Getränke um.

Verbotene Lebensmittel:

  • Alkohol
  • Koffeinhaltige Getränke wie Kaffee
  • Rohes oder nicht durchgebratenes Fleisch
  • Rohwurst wie beispielsweise Salami
  • Roher Fisch oder Meeresfrüchte
  • Rohmilch und Rohmilch-Produkte
  • Rohe Eier sowie daraus hergestellte, nicht ausreichend erhitze Speisen
  • Weichkäse
  • Räucherfisch und geräucherte Fleischprodukte wie Schinken

Vorschlag für einen Diätplan für Schwangere

Essen Sie fünf Mal am Tag Obst und Gemüse, drei Mal täglich Milchprodukte wie eine Scheibe Käse, einen Joghurt oder ein Glas Milch. Fleisch inklusive Wurst und Eiern sollte zwei- bis drei Mal in der Woche auf den Tisch kommen, fettreicher Meeresfisch zwei Mal in der Woche.

So könnte ein Tagesplan für Ihre Ernährung während der Schwangerschaft aussehen:

  1. Zum Frühstück ein Vollkornbrot mit Käse oder einem hartgekochten Ei, dazu ein Stück Obst. Alternativ: Müsli mit frischem Obst oder ein Milchshake mit frischem Obst und Haferflocken. Dazu: Kräutertee.
  2. Vormittags: Ein Joghurt mit Obst – oder eine Banane und Studentenfutter. Oder Gemüse mit Vollkorncrackern.
  3. Mittagessen: Kartoffeln, Reis oder Nudeln, dazu Gemüse wie beispielsweise Spinat und durchgegarter Fisch oder Fleisch.
  4. Nachmittags: Quark oder Milchreis, alternativ: Obst oder Vollkornkekse.
  5. Abendessen: Gemüseauflauf, Gemüsesuppe oder Pellkartoffeln mit Quark.

Während des gesamten Tages nicht vergessen, ausreichend zu trinken – beispielsweise Wasser oder verdünnte Fruchtsäfte.

Fazit

Eine strenge Diät in der Schwangerschaft ist nicht sinnvoll – eine langfristige Umstellung Ihrer Ernährung schon. Sorgen Sie für mehr Lebensqualität für sich und Ihre ganze Familie, indem Sie bewusst und genussvoll essen. Guten Appetit!