Schwangerschaftsstreifen – Verhindern, vorbeugen und entfernen

Schwangerschaftsstreifen oder Dehnungsstreifen nach der Geburt? So beugt man dagegen vor und wird sie wieder los. Tipps und Hilfen dazu finden Sie hier!

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Schwangerschaftsstreifen

Schwangerschaftsstreifen | bigstock.at, ID: 191477860

Das größte Glück auf Erden beginnt mit einer Schwangerschaft. Eine Schwangerschaft ist die aufregendste Zeit im Leben einer werdenden Mutter. Wenn da nicht bloß die unbeliebten Schwangerschaftsstreifen wären.

Tipps und Hilfe gegen Schwangerschaftsstreifen nach der Geburt

Dehnungsstreifen können durch schnelles Wachstum, starke Gewichtszunahme, extremes Bodybuilding oder Schwangerschaft entstehen. Menschen mit angeborene Bindegewebeschwäche sind leider häufiger betroffen. Jüngere Frauen neigen eher zu Dehnungsstreifen als ältere, dies liegt an dem Kollagen-Gehalt in der Haut, der bei älteren Frauen höher ist als bei Jüngeren.

Wenn Sie schon vor der Schwangerschaft, beispielsweise während der Pubertät, Dehnungsstreifen bekommen haben, ist es eher wahrscheinlich, dass Sie in der Schwangerschaft neue Dehnungsstreifen an den typischen Zonen bekommen.

Wie entstehen Schwangerschaftssteifen?

Es gibt einige Frauen die das Glück haben, keine zu bekommen, aber die meisten Frauen (zwischen 50-90% aller Schwangeren) bekommen diese Dehnungsstreifen im Laufe der Schwangerschaft. Der Grund für das feine Reißen der Haut ist das schnelle Dehnen der Haut während der Bauch täglich wächst.

Das Bindegewebe besteht aus vielen feinen Fasern, wenn eine Körperstelle zu schnell zu stark wächst, reißen diese Fasern und es entsteht ein Loch im Gewebe. Weil der Bauch täglich ein ganzes Stückchen wächst, muss sich die Haut sehr schnell Dehnen, dies führt zu Striae cutis distensae, wie die Schwangerschaftsstreifen im Fachausdruck genannt werden. Auch die schnelle Gewichtszunahme führt zu solchen Dehnungsstreifen.

Wie sehen Dehnungsstreifen aus?

Schwangerschaftsstreifen
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Die Farbe der Schwangerschaftsstreifen hängt von der Tiefe des Risses ab. Leichte Risse sind Hell rosa, je tiefer sie sind desto dunkler werden sie, also Tiefrot oder Feuerrot. Nach der Schwangerschaft verfärben diese sich dann blau bis Silber-blau und werden mit der Zeit immer heller, aber verschwinden leider nie, weil es sich quasi um Narben handelt. Sie treten meist an den Oberschenkel, den Innenschenkel, den Hüften, Unterleib oder der Brust auf.

Wie kann man Schwangerschaftsstreifen verhindern?

Leider gibt es keine Möglichkeit Schwangerschaftsstreifen zu verhindern. Es gibt viele Cremes oder Öle, die das Versprechen, aber diese Produkte behandeln nur die erste/oberste Hautschicht aber die Dehnungsstreifen bilden sich an der unteren Hautschicht, dem Bindegewebe. Jedoch ist jede Massage der risikoreichen Stelle sinnvoll und hilfreich, weil es die Durchblutung des Bindegewebes fördert. Am besten eignet sich dafür ein Massagehandschuh, Luffa Schwamm oder ein Handschuh, damit die Haut nicht beschädigt wird, sollte man darauf achten nur mit Ölen oder Lotions zu massieren. Auch Körperpeelings eignen sich dafür gut.

Schwangerschaftsstreifen verhindern und entfernen
Schwangerschaftsstreifen verhindern | bigstock.at, ID: 195489364

Darauf sollten Sie achten!

Viele Frauen verspüren einen Juckreiz an den betroffenen Stellen. Hier helfen spezielle Öle oder Cremen sehr gut. Das einschmieren, einmassieren des Babybauches kann zu einem schönen angenehmen Ritual während der Schwangerschaft werden. Um die Bindung zu Ihrem Baby zu stärken, kann das auch ihr Partner übernehmen, ihren Baby wird es auf alle Fälle lieben, und sie können einige Minuten entspannen.

Um das Austrocknen der Haut durch lange Entspannungsbäder zu vermeiden, können Sie Bade Zusätze die mit Mandel-, Jojoba- oder Calendulaöl versetzt sind verwenden, diese Öle fördern die Durchblutung des Gewebes und verhindern so das Austrocknen der beanspruchten Haut.

Einige Frauen schwören zur Verhinderung auf fragwürdige Methoden, wie zum Beispiel die Zupfmethode. Bei der Zupfmassage ölt man die Haut die bearbeitet werden soll gut ein, danach nimmt man ein bisschen Haut zwischen Daumen und Zeigefinger und „zupft“ oder rollt sie zwischen den Fingern, so soll die Haut dehnbarere und elastischer werden um Dehnungsstreifen zu verhindern. Wenn diese Behandlung schmerzen verursacht sollte sofort aufgehört werden, da dies vorzeitige Wehen verursachen kann, eine leichte Rötung ist jedoch normal. In den letzten Wochen der Schwangerschaft sollte von dem Zupfen auf Kreisen umgestellt werden.

Risiko minimieren und vorbeugen!

Man kann das Risiko von Dehnungsstreifen während einer Schwangerschaft minimieren, indem man auf sein Gewicht achtet, also indem man sich Gesund ernährt und regelmäßige Bewegung macht, und ausreichend trinkt, damit die Haut nicht austrocknet.

Sport betreiben

Sportarten wie Gymnastik, Laufen, Yoga oder Schwimmen eignen sich hervorragend in der Schwangerschaft, um den Körper fit und die Haut elastisch zu halten. Sport lockert das feste Bindegewebe auf und minimiert dadurch das Risiko von Dehnungsstreifen. Außerdem bereitet Sport den Körper während der Schwangerschaft gut auf die Geburt vor.

Gesunde und richtige Ernährung

Eine gesunde, vor allem Vitamin E-haltige, Ernährung wirkt sich auch positiv auf die Elastizität der Haut aus.

Lebensmittel mit hohem Vitamin E Gehalt sind vor allem Öle wie Weizenkeim-, Oliven- und Rapsöl. Aber auch in Schwarzwurzeln, (Soja-)Bohnen, Leinsamen, Getreidekeimen, Spargel, Nüssen, Sonnenblumenkernen, Grünkohl oder findet man reichlich von dem wirkungsvollen Vitamin.

Wie bekommt Schwangerschaftsstreifen nach der Geburt wieder weg?

Manche Frauen leiden so stark unter Ihren Dehnungsstreifen, dass sie im Alltag gehemmt sind. Es gibt einige Methoden die die Streifen erhellen lassen, aber ganz verschwinden werden sie nie. Körpercremen mit modernen Wirkstoffen wie Vitamin C, Peptide und Silicon-Derivate sorgen für hellere Streifen. Auch einige Wirkstoffe aus der Natur wie Efeu, Mariendistel und Frauenmantel erhöhen den Kollagen-Gehalt in der Haut und verblassen so die Dehnungsstreifen.

Eiweiß ist ebenfalls eine weitverbreitete Methode um die Dehnungsstreifen zu behandeln. Die essenziellen Aminosäuren im Eiweiß tragen viel zur Gesundheit der Haut bei. Das Eiweiß wird mit einem Pinsel oder Tuch auf die betroffene Stelle aufgetragen, nach dem Trocknen mit Wasser abspülen und die Haut mit Olivenöl einreiben. Die Streifen werden nach einigen Wochen täglicher Behandlung heller werden.

Eine moderne Laserbehandlung in Kombination mit Vitamin A kann man beim Hautarzt durchführen lassen. Das Zusammenspiel von dem ultragepulstem CO2-Laser und der Vitamin A-Creme reduzieren die unerwünschten Schwangerschaftsstreifen sehr stark, bei sehr tiefen Rissen ist leider nur eine Verbesserung von bis zu 50% zu erwarten.