Sekten – Sektenberatung – Beratungsstellen und Hilfe

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Mann mit Rosenkranz bittet um Sektenberatung

Quelle: pixabay.com

Alle Informationen zu Sekten und zur Sektenberatung in Österreich finden Sie hier:

Sektenberatung

Sekten gibt es in allen Religionen: Der Islam hat die Sunniten und Shiiten, die sich in der Frage über die Nachfolge des Propheten Mohammeds unterscheiden. Im Judentum gibt es orthodoxe und karäische Juden. Der Hinduismus hat den Vishnuismus, Shivaismus und Shaktismus. Das protestantische Christentum unterscheidet Evangelisten, Baptisten und Lutheraner.

Auch innerhalb der katholischen Kirche gibt es Sekten, wie die Gemeinschaft der Dame von allen Nationen oder die Palmarianische-katholische Kirche. Sie sind alle Beispiele für religiöse Sekten und gelten als Zweige der verschiedenen Religion. In der Geschichte waren religiöse Sekten oft die Ursache für neue Bewegungen und umfassende gesellschaftliche Veränderungen. Die Nazarener beispielsweise waren eine frühe Sekte des Judentums. Berichten zufolge gründeten die Apostel Jesu diese Gruppe nach dessen Tod. Obwohl eine jüdische Sekte, bilden die Nazarener die Grundlage des Christentums.

Religiöse Gemeinschaften

Oft ist es schwierig, Sekten oder Kulte von anerkannten religiösen Gemeinschaften zu unterscheiden. Es ist ein subjektiver Begriff, der sich auf einen religiösen Glauben, eine Konfession oder eine abtrünnige Splittergruppe beziehen kann. Ist die Definition zu eng gefasst, schließt sie Gruppen aus, die durchaus Sekten sind. Ist sie zu weit gefasst und vage, kann jede religiöse Vereinigung als Sekte bezeichnet werden.

In den vergangenen Jahrzehnten hat auch die Zahl nicht-religiöser Sekten zugenommen. Dazu gehören ideologisch einseitig ausgerichtete politische Gruppen, ökonomische Gruppen, Psychogruppen und Anhänger bestimmter Therapie- und Ernährungsformen.

Was sind Sekten?

Das Wort „Sekte“ geht auf das lateinische „secta“ zurück, abgeleitet vom Verb „sequi“, und bedeutet etwa, einer bestimmten Lehre, Denkrichtung oder einem Meister folgen. Der Begriff wurde erstmals 1931 verwendet, um neu gegründete religiöse Gruppen zu beschreiben, die sich von ihrer ursprünglichen Religion aufgrund von Meinungsverschiedenheiten über Glauben oder Ideologie abgespalten haben. Obwohl es keine einheitliche Definition gibt, um Sekten zu identifizieren, benutzt der Volksmund den Begriff missbilligend vor allem für zerstörerische Gruppen.

Die Methoden

Destruktive Sekten kennzeichnen sich weniger durch ihre Ideologie oder ihren Glauben, sondern die Methoden, die sie anwenden. Menschen sollten frei wählen können, woran sie glauben.

Eine Sekte ist problematisch, wenn sie Techniken zur Täuschung oder Gedankenkontrolle einsetzt, um den freien Willen einer Person zu untergraben, ihr kritisches Denken und ihre Entscheidungsfähigkeit zu begrenzen und von dem Führer der Gruppe abhängig zu machen. Wenn Sie den Verdacht haben, dass einer Ihrer Angehörigen in eine Sekte abzurutschen droht, heißt es, Ruhe bewahren. In den ersten Wochen ist es meist noch möglich, ein tieferes Abgleiten zu verhindern.

Wie erkennt man Sekten?

Da Sekten nicht immer sofort erkennbar sind, ist es wichtig, das Gespräch suchen, um möglichst viel über die Gruppe zu erfahren. In Deutschland, Österreich und der Schweiz gibt es staatliche und kirchliche Informationsstellen, die in vielen Fällen mit Informationen zu der entsprechenden Gruppe weiterhelfen. Der Kontakt zu Selbsthilfegruppen von ehemaligen Sektenmitgliedern kann ebenfalls nützlich sein. Dort erfahren Sie auch, wie Sie sich in dieser Situation am besten verhalten.

Sektenberatungsstellen Österreich

Bundesstelle für Sektenfragen
Wollzeile 12/2/19
A-1010 Wien
Tel.: 01/ 513 04 60
E-Mail: bundesstelle@sektenfragen.at
Website: www.bundesstelle-sektenfragen.at

Weitere Informationen und Beratungsstellen finden Sie unter http://www.agpf.de/AGPF-Mitgliedsvereine.htm.